April-GP-Sieger Martin Kova scheitert gleich zum Auftakt

Am Donnerstag noch gefeierter und umjubelter Held des April-GP-Turniers, ist Martin Kova nur 48 Stunden später mit dem schlechtesten Mai-Super-4-Ergebnis seiner Karriere konfrontiert. Der 23jährige April-GP-Sieger scheiterte nämlich gleich in der Auftaktrunde des Mai-Super-4-Turniers am bulgarischen Tour-Debütanten Svetlin Stoyanov, und musste sich bei seinem 9. Antreten erstmals in der 1. Runde geschlagen geben. Der Vladkov-Freund besiegte einen lausig spielenden Kova mit 6:3, 6:4 und steht damit im Achtelfinale des Mai-Super-4-Turniers. In einer durch aufkommenden Wind gestörten Erstrundenpartie, präsentierte sich der frischgebackene April-GP-Champion aufschlagschwach und nicht in der Form der letzten Tage, was gegen einen ambitioniert und vor allem sehr sicher agierenden Gegner zur Niederlage führte. Für Kova zudem die erste Sandplatzniederlage nach 8 Siegen in Folge, womit Karriere-Titel Nr. 30 und der angepeilte 16. Sandplatz-Turniersieg noch warten müssen. Die mißglückte Mai-Grand-Slam-Generalprobe kommentierte der Ranglisten-Dritte dann ein wenig verärgert. “Eigentlich hatte ich ja vor, hier nicht zu spielen. Es wäre besser gewesen, ich hätte dieses Vorhaben auch umgesetzt. Der Wind war heute extrem störend. Dazu kommt, dass ich kein einziges Aufschlagspiel durchgebracht habe. So kann man kein Spiel gewinnen. Stoyanov spielt zwar ganz ordentlich, ich hätte ihn aber durchaus schlagen können. Er ist mit Sicherheit ein bezwingbarer Gegner”. Stoyanov trifft damit im Achtelfinale auf Tatjana Aubram und meinte unmittelbar nach seinem Sieg über Kova: “Vor 2 Jahren ungefähr, habe ich einmal ein Turnier auf der Schmelz gesehen. Filip Vladkov hat mir schon oft von den Turnieren erzählt. Jetzt bin ich dabei, mal sehen was passiert”, meinte ein zurückhaltender Svetlin.

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Christoph Foitik im Viertelfinale und seit 7 Spielen auf Sand unbesiegt

Neben Christoph Wagner und Hans Ebner steht mit Christoph Foitik übrigens noch ein dritter Spieler vorzeitig im Viertelfinale des Mai-Super-4-Turniers. Der 27jährige blieb im Duell mit Freund und April-GP-Doppelturniersieger Andreas Hradtezky 6:3, 6:4 erfolgreich, musste sich nach Spielende aber Kritik bezüglich seines Spielstiles gefallen lassen. “Ein Wahnsinn” beschwerte sich Hradtezky über das wenig druckvolle Tennis seines Gegners. Foitik konterte neben dem Ergebnis auch verbal: “Es tut mir leid, aber ich kann eben nicht so viel Druck erzeugen mit meinem Spiel”. Im Viertelfinale wartet auf den Oktober-Without-Top-Ten-Sieger der Gewinner der Achtelfinalpartie Dzafic gegen Krammer. Durchaus möglich also, dass Foitik seine mittlerweile 7 Spiele andauernde Siegesserie weiter ausbauen kann.

Udovc gewinnt Duell der “Angeschlagenen” gegen Dinter

Abgeschlossen wurde die 1. Hauptrunde beim 11. Mai-Super-4-Turnier am Samstag Abend mit dem Spiel zwischen Alexander Udovc und Florian Dinter. Zwei “angeschlagene” Akteure lieferten sich im Wettrennen gegen die Dunkelheit speziell im zweiten Satz einen sehenswerten Schlagabtausch. Angeschlagen deshalb, weil Dinter die letzte Nacht wieder einmal zum Tag machte, und dementsprechend fit das Mai-Super-4-Turnier in Angriff nahm. Und Udovc wirkte nach einem am Freitag glücklicher Weise unverletzt überstandenen Verkehrsunfall auf der Autobahn und dem nachmittäglichen Meisterschaftsstress mit Einzel und Doppel vor allem in Durchgang 2 recht müde. Da ließ plötzlich die Beinarbeit zu wünschen übrig, war der Spielfluss aus Satz 1 gebrochen. Auch weil der im ersten Satz nicht existente Florian Dinter über den Kampf ins Spiel zurückfand, und mit herrlichen Schlägen von der Grundlinie zu punkten verstand. Udovc rettete sich allerdings ins Tie-Break und schließlich in Runde 2, wo am Sonntag Christian Mersich wartet. “Ich bin jetzt schon sehr müde geworden am Ende. Die Anstrengungen der letzten Tage waren enorm”, war Udovc froh über den Auftaktsieg. “Ich bin stolz, mich nach dem katastrophalen ersten Satz zurückgekämpft zu haben. Jetzt werde ich bald wieder intensiver trainieren, dann geht es mit Sicherheit auch wieder mit den Resultaten bergauf”, gab sich Dinter optimistisch.

Claus Lippert, 13. Mai 2006